18.10.2018

Intelligente Zellen: Wie Erfahrungen unsere Gene steuern

18.10.2018

Intelligente Zellen: Wie Erfahrungen unsere Gene steuern

„Wir sind nicht Opfer unserer Gene, sondern Meister unseres Schicksals“, so formuliert der „Vater der Epigenetik“ - Dr. Bruce Lipton - seine Kernaussage. Vor kurzem war der amerikanische Wissenschaftler zu Gast auf Gut Wildshut und diskutierte im Rahmen der „Wildshuter Feldgespräche“ mit dem renommierten Gehirn- und Schlafforscher Univ.-Prof. Dr. Manuel Schabus, der Diplom-Biologin und Buchautorin Univ.-Prof. Dr. Michaela Döll (TU Braunschweig) und dem österreichischen Verhaltensforscher Univ.-Prof. Dr. Kurt Kotrschal.

Gene werden laut Lipton von der Umwelt beeinflusst. „Wir können unsere Wirklichkeit, unsere Gesundheit selbst kreieren“, so Lipton. Als Verfechter einer „neuen Biologie“ vertritt er die Ansicht, dass positive und negative Überzeugungen jeden Aspekt des Lebens beeinflussen. Den klassischen Placebo-Effekt bezeichnet er als „Überzeugungs-Effekt“, denn durch positive Suggestion werden die Selbstheilungskräfte im Körper aktiviert.

Im Umkehrschluss spricht er vom sogenannten Nocebo-Effekt. D.h. negative Überzeugungen und Ängste sind in ihrer Wirkung genauso mächtig. Dass die Schulmedizin den Placebo-Effekt als „Einbildung“ abtut, ist für den amerikanischen Zellbiologen ein „kapitaler Fehler“. Er plädiert für gründliche, wissenschaftliche Untersuchungen dazu, um herauszufinden, wie man diesen Effekt zur Krankheitsbekämpfung nutzen kann.

Das „Wildshuter Feldgespräch“ – moderiert von Dr. Christian Ankowitsch - wurde von SERVUS TV aufgezeichnet und wird am Sonntag, 9. Dezember um 22:45 Uhr zu sehen sein.

Einen kleinen Vorgeschmack auf das „Wildshuter Feldgespräch“ finden Sie hier